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Die Geschichte der Pumpenfabrik Wangen

1969 erwirbt Dr. Herbert Wallbrecher (gest. 1997) das Unternehmen und das Grundstück in der Simoniusstraße. Die Pumpenfabrik Wangen startet mit einer Handvoll Mitarbeiter und baut die erste Pumpe, die A-Pumpe. Eine Fasspumpe mit innenliegendem Drei-Wege-Schieber, gebaut für den Einsatz in der Landtechnik.

1971. „Wir müssen bekannter werden, wir müssen sichtbar sein. Deshalb müssen wir auf Messen ausstellen", so die einhellige Meinung. Gesagt, getan. Die Pumpenfabrik Wangen stellt das erste Mal auf einer großen Messe aus: Die Internationale Industrie-Messe in Hannover.

1972. Die zweite große Messe der Pumpenfabrik war die IFAT in München, eine internationale Fachmesse für Abwasser. Nach der IFAT wurde eine Pumpe entwickelt, welche in den nachfolgenden Jahren entscheidend am Erfolg beteiligt sein sollte: die Rachentrichterpumpen, bekannt unter der schlichten Bezeichnung „R". Eine Pumpe mit einem Rachen, in dem eine Schnecke das Fördermedium der eigentlichen Pumpe zuführt und diese so immer mit Material „füttert".

1973. Aufgrund der steigenden Nachfrage beschloss man, das Gebäude um eine Produktionshalle zu erweitern. Die Rachentrichterpumpe "R80", im Vorjahr entworfen, ging nach erfolgreicher Testphase in Produktion. Die Klärtechnik, industrielle Abfallentsorgung sowie - in einer hygienischen Weiterentwicklung - die Lebensmittelindustrie profitieren noch heute davon.

1975. Mittlerweile gewachsen auf 45 Mitarbeiter, wurde der Standort Wangen um eine Schlosserei erweitert. Neben einigen Messen in Deutschland war die Pumpenfabrik sogar auf der internationalen Abwassermesse in Philadelphia, USA, vertreten.

1977. Auf der Hannovermesse ein Jahr zuvor wurde der Messestand der Pumpenfabrik von einem Mann besucht, der nach einer besonderen Pumpe Aussicht hielt. Sie sollte Teil einer Installation werden, bei der Honig gepumt werden musste. Der Mann war sehr interessiert und hatte seinen für ihn typischen Hut auf. Es handelte sich um keinen geringeren als den Künstler Joseph Beuys. Er entschied sich, seine Installation „Honey is flowing in all directions", welche er auf der Documenta 6 in Kassel präsentierte, mit einer WANGEN Pumpe zu realisieren.

1978. Eine Firma bei München fragte an, ob die Pumpenfabrik Wangen Bohrlochwellenpumpen bauen würde. Diese wären für ein Projekt in Afrika, um genau zu sein Kanu in Nigeria. Es wurde zu Testzwecken eine Pumpe gebaut, die an einem Gestänge von ca. 30 m Länge vertikal in einem Tiefbrunnen hinabgelassen wurde. Der Test verlief so gut, dass daraus ein Auftrag über 30 dieser Bohrlochpumpen mit einem Gestänge von bis zu 80 m entstand.

1979. Bischof Mwoleka wollte in Afrika etwa 10 Dörfer mit Wasser versorgen, musste dieses jedoch über einen Berg in ein Wasserbecken pumpen. Von dort aus wollte er dann die umliegenden Dörfer versorgen, hatte er doch von dem erfolgreichen Projekt mit den Bohrlochpumpen gehört. Das führte dazu, dass etwa 20 Tansanier aus Rulenge ins Allgäu kamen, um bei der Pumpenfabrik eine Ausbildung zum Mechaniker zu absolvieren. Der Gedanke war, dass die Tansanier sowohl beim Bau der Pumpen dabei sein sollten wie auch später bei der Montage vor Ort in Rulenge. Beginn des Projekts war bereits in 1978, ausgeliefert wurden die Pumpen im Frühjahr 1979.

1989. Wir machen einen großen Zeitsprung. Das Geschäft lief gut, die Firma wuchs. Mittlerweile hatte sich die Mitarbeiterzahl auf 80 erhöht, durch permanente An- und Umbauten wurde die Produktionsfläche nach und nach verdoppelt. Die Pumpenfabrik Wangen stellte auf der Internationalen Abwassermesse in Leipzig aus. Das Highlight war der Besuch einer sehr prominenten Person auf dem Messestand der Pumpenfabrik, der damalige Bundeskanzler Dr. Helmut Kohl.

1993. Die Pumpenfabrik Wangen entwickelte ein völlig neues Prinzip: Der Antrieb wurde direkt auf den Lagerstuhl gesteckt. Das dahinterstehende Baukastenprinzip ermöglichte der Fertigung, trotz immer individuelleren Pumpen wenigstens kleine Seriengrößen in der Teilefertigung realisieren zu können. Dieses KL-Prinzip wurde ein Riesenerfolg.

1994. Ein für die Pumpenfabrik sehr großes Risiko war eine Anfrage für eine Firma in den Niederlande. Es ging hier um Schlammtrocknung im großen Stil. Nach reiflichen Überlegungen wurde das Projekt angenommen und in unzähligen Stunden eine spezielle Rachen-Silo-Pumpe entwickelt. Dieser Typ wird bis heute noch verkauft, es ist die WANGEN RS-Serie. Viele Mitwettbewerber haben sie kopiert, aber nie ganz erreicht.

2000. Mit der Einführung eines DIN EN ISO 9001-zertifizierten Qualitätsmanagementsystems im Jahre 2000 konnte die Pumpenfabrik ihre hohen Qualitätsansprüche festigen und wichtige Schritte für nachhaltige Qualitätsstandards festlegen. Im Jahr 2002 fand die Erstzertifizierung nach DIN EN ISO 14001 statt, ein Umwelt- und Arbeitssicherheit–Managementsystem.

2007. Die Fertigung der Statoren wurde zuvor vom Werk in Hagen/Haspe nach Baierbrunn und anschließend nach Wangen im Allgäu verlagert, die Mitarbeiterzahl stieg auf stolze 130 an. Die Produktion lief auf Hochtouren, und so entschloss man sich, eine weitere Produktionshalle zu bauen. Sie wurde dann im Jahr 2007 fertig gestellt

2010. Mit viel Glück konnte das angrenzende Grundstück zum Statorenwerk erworben und eine neue CNC Halle mit 1.200 m² gebaut werden, in der sich vorrangig vernetzte und Prozess-automatisierte Maschinen befanden (und immer noch befinden), die hochwertige Statoren in unterschiedlichen Geometrien bis zu einer Gesamtlänge von 6 m produzieren können. Denn bis dahin konnte nur unter schwierigsten Platzverhältnissen im Hauptgebäude gefertigt werden.

2013. Um die stärker werdenden Nachfragen in den Bereichen Lebensmittel, Kosmetik, Chemie und Pharma abdecken zu können, wurde eine für die Pumpenfabrik Wangen völlig neue Art Pumpe entwickelt: Die Schraubenspindelpumpe WANGEN Twin. Sie erweiterte das Spektrum der Pumpenarten, welches bisher aus reinen Exzenterschneckenpumpen bestand. Seit 2018 gibt es die neue Generation, kurz WANGEN Twin NG. Mehr Informationen zur Pumpe finden Sie hier.

2014. Die Geburt der WANGEN Xpress. Beim Austausch von Verschleißteilen bei Exzenterschneckenpumpen ist es notwendig, die Pumpe in irgendeiner Form zu öffnen, da die auszutauschenden Elemente meistens innen liegen. Hinzu kommt, dass man dazu die Pumpe oft aus dem Rohrleitungssystem ausbauen muss. Systeme von Mitwettbewerbern lösen diese Aufgabe, indem sie das Pumpengehäuse aufklappbar machen. Dafür muss das Gehäuse jedoch in zwei Teile zerlegt und aufwändig abgedichtet werden. Dieses Manko galt es zu eliminieren. Die Lösung, entwickelt von Herrn Florian Biegger, ist heute unter dem Namen WANGEN X-LIFT bekannt, wurde als erstes in der WANGEN Xpress realisiert und sorgte in der Branche für Aufsehen, Begeisterung und so manche Auszeichnung. Mehr Information zum Produkt finden Sie hier.

2014. Um die Kapazitäten erhöhen und erfolgreich wachsen zu können, wurde am Standort Wangen Einzug in eine weitere Halle gehalten, die PW 4. Dort fand die Schlosserei, Service und Lehrwerkstatt ihr Zuhause.

Um auch internatinal wachsen zu können, wurde mit der Gründung der WANGEN America Inc. als 100%-Tochter der Pumpenfabrik Wangen GmbH wurde ein weiterer Schritt in Richtung Internationalisierung und Gobal Player unternommen. Standort: Wood Dale bei Chicago, Illinois, USA. Verkaufsstart der Produkte war gleich im September 2014 auf der weltweit größten Messe für Wasser und Abwasser, der WEFTEC in New Orleans.

2017. Nach den Vorbesitzern ging die Pumpenfabrik Wangen im Herbst 2017 an einen neuen Eigentümer über, Silverfleet Capital. Die Geschäftsführung teilt sich nun Herr Lorenz von Haller, Herr Jürgen Demke und später Herr Markus Hofheinz. Mehr Informationen zum Management-Team finden Sie hier.

2018. „Das neue, moderne Logo steht mit dem „W" für den Standort Wangen und durch die massive Darstellung für qualitativ hochwertigen Maschinenbau. Die Wellen auf der linken Seite verweisen zum einen auf das zu pumpende Medium und zum anderen geben sie dem Buchstaben eine Bewegung in unsere Leserichtung von links nach rechts, was als positiv und zugleich dynamisch gewertet wird. Zudem ist eine höhere Memorierbarkeit aufgrund der plakativeren Darstellung gewährleistet", so Marketingleiter Udo Pilz zum von ihm entworfenen Logo.

2019. Die Pumpenfabrik Wangen übernahm zum 1. April 2019 den Geschäftsbereich Hygienische Exzenterschneckenpumpe (MX-Pumpenbaureihe) eines Pumpenherstellers. Der Vertrieb der MX-Baureihe erfolgt sowohl über das gesamte Vertriebsnetz der Pumpenfabrik Wangen GmbH als auch über die bisherigen Vertriebspartner. Damit erweiterte die Pumpenfabrik ihr Portfolio im Bereich der hygienischen Exzenterschneckenpumpen. Mehr Informatinoen zur MX-Baureihe finden Sie im PDF der MX-Produktbroschüre.